Ausschreibungen

Art des Auftrags

Ausführung von Bauleistungen

Leistungsbeschreibung

I. Vorbemerkungen zum Leistungsverzeichnis
KG 440 Niederspannungsanlagen
KG 450 Fernmeldetechnische Anlagen
Zusätzlich zu den Weiteren Besonderen Vertragsbedingungen sind folgende
gewerkespezifischen Besonderheiten zu berücksichtigen.
I.1 Projektunterlagen
Kein Zusatz.
I.2 Geltende Regeln und Normen
Ergänzend zu den in VOB, Teil C aufgeführten Normen gelten:
Allgemeines
DIN 4102-12
Brandverhalten von Baustoffen - Teil 12: Funktionserhalt von elektrischen Kabelanlagen; Anforderungen und
Prüfungen
DIN EN 61082-1
Dokumente der Elektrotechnik - Teil 1: Regeln
DIN EN 61386-1
Elektroinstallationsrohrsysteme für elektrische Energie und für Informationen -
Teil 1: Allgemeine Anforderungen
DIN EN 61439 (Normenreihe)
Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen
DIN-Vorschriften bzw. Sonderzulassungen der eingebauten Kabel, Schalter, Verteilungen, Sicherungen,
Geräte, Hilfsvorrichtungen und Leuchten
DIN-Vorschriften über Beschilderungen und Schaltungsunterlagen
Weiterhin sind u.a. zu beachten:
MLAR
Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen (Muster-Leitungsanlagen-
Richtlinie - M-LAR)
Anschlussvorschriften des Energieversorgungsunternehmens
VDE-Vorschriften
Vorschriften des Stromversorgungsbetriebes
Entscheidungen und Festlegungen der DKE (Deutsche Elektronische Kommission im DIN)
ArbStättV Arbeitsstättenverordnung
Zusätzlich zu beachtende Technische Regeln:
VdS-Richtlinien der VdS Schadenverhütung GmbH des Gesamtverbandes der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV):
VdS 2007
Anlagen der Informationstechnologie (IT-Anlagen), Merkblatt zur Schadenverhütung
VdS 2015
Elektrische Geräte und Einrichtungen, Merkblatt zur Schadenverhütung
VdS 2021
Brandschutz bei Bauarbeiten; Merkblatt zur Schadenverhütung
VdS 2023
Elektrische Anlagen in baulichen Anlagen mit vorwiegend brennbaren Baustoffen, Richtlinien zur
Schadenverhütung
VdS 2025
Elektrische Leitungsanlagen, Richtlinien zur Schadenverhütung
VdS 2046
Sicherheitsvorschriften für Elektrische Anlagen bis 1000 V, SV
VdS 3501
Isolationsfehlerschutz in elektrischen Anlagen mit elektronischen Betriebsmitteln - RCD und FU; Richtlinien
zur Schadenverhütung
I.3 Geltungsbereich der VOB/C
Der sachliche Geltungsbereich ergibt sich aus ATV/DIN 18382 - Nieder- und Mittelspannungsanlagen mit
Nennspannungen bis 36 kV.
I.4 Stoffe, Bauteile
Das eingebaute Material muss dem Muster entsprechen; eine Bestätigung des Musters durch den
Auftraggeber ist einzuholen.
Alle verwendeten Kunststoffe müssen alterungs- und lichtbeständig sowie mindestens schwer entflammbar
sein. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen chemische und atmosphärische Einflüsse, gegen Wärme und Kälte,
und ihr elastisches Verhalten müssen dem Verwendungszweck dauerhaft entsprechen.
I.5 Ausführung der Leistungen
I.5.1 Leistungsgegenstand
Kein Zusatz.
I.5.2 Sprachregelung
Kein Zusatz.
I.5.3 Unvollständige Leistungsbeschreibung
Kein Zusatz.
I.5.4 Vorleistungen des Auftraggebers
Kein Zusatz.
I.5.5 Erforderliche bauliche Leistungen für den Auftragnehmer
Kein Zusatz.
I.5.6 Baustelleneinrichtung
Kein Zusatz.
I.5.7 Arbeiten im Bestand, Baureparaturen
Bei Renovierungsarbeiten ist zu beachten, dass die VDE-Bestimmungen auch für Erweiterungen sowie den
Wiederaufbau elektrischer Anlagen anzuwenden sind. Bei Installationen, die als Bestand belassen werden,
ist sorgfältig zu prüfen, welche Ader als Schutzleiter verwendet wurde. Nach Fertigstellung der Installationen
sind auch sämtliche Anschlüsse der alten Anlage zu prüfen, um Verwechslungen von Außen- und Schutzleiter
sowie unbefugte Eingriffe Dritter auszuschließen. Alte und neue Systeme dürfen keinesfalls in einem Rohr
gemeinsam verlegt sein.
I.5.8 Abfallbeseitigung
... oder: Kein Zusatz.
I.5.9 Gerüste
... oder: Kein Zusatz.
I.5.10 Vorgaben zur Ausführung
I . 5.10.1 Allgemeines
Vor der Durchführung von Stemm-, Bohr- und Einsetzarbeiten an Estrichen sowie geputzten Wänden und
Decken sind Leitungen mit einem Suchgerät zu orten.
Späne vom Bohren und Fräsen sowie Reste von Schleifstaub sind sofort von den bearbeiteten Teilen zu
entfernen.
Der Auftragnehmer hat sich beim Befestigen von Bauteilen an Vorsatzschalen zu vergewissern, dass durch
die Befestigungsmittel keine Beschädigungen nicht sichtbarer Leitungen und Rohre entstehen.
Befestigungselemente, die im Ausnahmefall Flächendichtungen durchdringen, sind mit auf das
Dichtungsmaterial abgestimmten Abdichtungsstoffen (i.d.R. ohne Lösungsmittel) abzudichten. Im Zweifel ist
Rücksprache mit der Bauleitung erforderlich.
Bevor der Auftragnehmer gemäß ATV Abschnitt 3.1 Stemm-, Fräs- und Bohrarbeiten mit dem Auftraggeber bzw. der Bauleitung abstimmt, muss er die geplanten Schlitze oder Durchbrüche gemäß Abschnitt 4.1 der
ATV an den betreffenden Stellen anzeichnen.
Zur Abwicklung des Bauvorhabens ist die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken erforderlich. Dies gilt auch
für die gemeinsame Nutzung von Aussparungen, Schlitzen und Kanälen.
Es sind nur die vorgesehenen Schlitze, Aussparungen, Durchbrüche zu belegen. Im Zweifel ist die Bauleitung
zu konsultieren.
Das Erstellen von Schlitzen an Mauerwerk darf nur mit Mauerfräsen vorgenommen werden. Stemmarbeiten
sind mit geeignetem Werkzeug unter möglichster Schonung der Bauwerke auszuführen. Es ist darauf zu
achten, dass Schornsteine und Luftschächte nicht beschädigt werden, gegebenenfalls ist ein anderer
Leitungsweg zu wählen.
Verteilungsanlagen, Sicherheitsschalter und sonstige zur Sicherheit dienende Betriebsmittel sind zu
beschriften. Beschriftungen müssen dauerhaft angebracht sein. Eine handschriftliche Ausführung ist nicht
zulässig. Alle Verteilungen müssen einen Schaltplan in einer Schaltbildtasche enthalten. Codierte
Bezeichnungen sind zu erläutern.
Leitungen und Dosen sind bis an die jeweilige Anschlussschnittstelle zu verlegen. Der Anschluss der
betreffenden Anlagen und Geräte sowie deren Inbetriebnahme gehören zur Leistung des jeweiligen
Auftragnehmers.
I . 5.10.2 Leitungen
Der Auftragnehmer darf sich nicht auf die Farbkennzeichnung einer ihm unbekannten Anlage verlassen.
Installationen bei Umbauten und Sanierungen, die als Bestand belassen werden, ist sorgfältig zu prüfen,
welche Ader als Schutzleiter verwendet wurde. Nach Fertigstellung der Installationen sind auch sämtliche
Anschlüsse der alten Anlage zu prüfen, um Verwechslungen von Außen- und Schutzleiter sowie unbefugte
Eingriffe Dritter auszuschließen. Alte und neue Systeme dürfen keinesfalls in einem Rohr gemeinsam verlegt
sein.
Alle Kabel, Adern und Klemmen sind deutlich, unverlierbar, übersichtlich und systematisch in Klemmkästen,
Verbrauchern, Verteilungen und Plänen zu beschriften. Reservekabel und -adern sind darüber hinaus auf
eigene Klemmen zu führen.
Leitungen in Wänden dürfen nur horizontal oder vertikal verlegt werden, das schräg über Wandflächen
verlaufende Verlegen ist unzulässig. Leitungen unter Decken müssen rechtwinklig auf Wände zulaufen. Die
Installationszonen nach DIN 18015-3 sind zu beachten.
Leitungen in Böden, auch in Hohl- und Doppelböden, dürfen nur parallel bzw. senkrecht zu den Wänden
verlegt werden, schräg verlaufende Leitungen sind unzulässig.
Der Auftragnehmer hat für seine Zwecke installierte Kabelzugrohre, Wanddurchführungen und dergleichen
mit Verbindung zum Außenbereich während der Bauausführung gegen eindringendes Wasser, Schmutz und
Kleintiere sicher abzudichten.
Alle Leerrohre sind mit Zugdraht auszurüsten.
Kabelträgersysteme (Kabelpritschen) sind mit Formstücke für horizontale oder vertikale
Richtungsänderungen einzubauen. Gitterträger sind nur nach Absprache mit dem Auftraggeber zugelassen.
Wenn in der Leistungsbeschreibung nichts Abweichendes vorgegeben wird, sind Kabelträgersysteme mit
Wandkonsolen zu befestigen. Abhängungen von den Decken bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung
durch die Bauleitung.
Leitungen in Zwischendecken oder Trockenbauwänden, die nicht auf Kabelpritschen liegen, sind mit Schellen
zu befestigen oder in Kunststoffrohren zu verlegen.
I.5.11 Anpassung der Ausführung
Kein Zusatz.
I.5.12 Toleranzen
Kein Zusatz.
I.5.13 Abnahmen
Kein Zusatz.
I.6 Preisinhalte und Preisbildung
I.6.1 Preisinhalte
Kein Zusatz.
I.6.2 Zwischenlagerungskosten
Kein Zusatz.
I.6.3 Stundenlohnarbeiten
Kein Zusatz.
I.6.4 Kosten aus Arbeits- und Gesundheitsschutz
Kein Zusatz.
I.6.5 Materialpreise
Kein Zusatz.
I.6.6 Gebühren für Patentanwendungen, Lizenzen und Franchising
Kein Zusatz.
I.6.7 Kosten der Bauleitung und Baukoordinierung
Kein Zusatz.
I.6.8 Kostenlose Nebenleistungen des Auftragnehmers: Kosten für Prüfungen und Pläne
Kein Zusatz.
I.6.9 Kostenfreie Nebenleistungen des Auftragnehmers: Statische Berechnungen
Kein Zusatz.
I.6.10 Kostenfreie Nebenleistungen des Auftragnehmers: Konstruktions- und Ausführungspläne
Kein Zusatz.
I.6.11 Kostenfreie Nebenleistungen des Auftragnehmers: Bedienungsanleitungen und
Montageanleitungen
Kein Zusatz.
I.6.12 Terminologie der Preise
Kein Zusatz.
I.7 Abrechnungshinweise
I.7.1 Gemeinsame Leistungsfeststellung für nicht mehr einsehbare Teilleistungen
Kein Zusatz.
I.7.2 Umlage der Kosten von Baustrom und Bauwasser auf die Auftragnehmer
Kein Zusatz.
I.7.3 Aufmaß bei Rückbau- und Demontagearbeiten
Kein Zusatz.
I.7.4 Abrechnung von Material zum Nachweis
Kein Zusatz.
I.7.5 Aufmaßbestandteile
Kein Zusatz.
I.7.6 Gliederung der Leistungsabrechnung
Kein Zusatz.
I.7.7 Inhalte und Bestandteile von Rechnungen des Auftragnehmers
Kein Zusatz.
I.7.8 Weitere Abrechnungshinweise
Die Abrechnung gemäß Abschnitt 5.3 ATV DIN 18380 bezieht sich auf die tatsächlich nach technischen
Erfordernissen verlegten Leitungen, Rohre und Kanäle und dergleichen. Über die technischen Erfordernisse
hinausgehende und damit unnötige Längen und dadurch verursachte unwirtschaftliche Verlegung gehen zu
Lasten des Auftragnehmers.
Wenn keine Abrechnung gemäß Abschnitt 5 ATV DIN 18299 nach Zeichnung möglich ist, ist ein
baubegleitendes und prüfbares Aufmaß zu erstellen, das unaufgefordert und rechtzeitig vor Verdeckung der
Leistungen durch nachfolgende Leistungen der Bauleitung zur Prüfung vorzulegen.
Ein prüfbares Aufmaß erfordert die eindeutige Zuordnung der Maße zu den Positionen des
Leistungsverzeichnisses, gegliedert nach Räumen, Anlagenteilen, Leitungssträngen und dergleichen, so
dass alle Maße problemlos nachvollziehbar sind.
I.8 Hinweis gemäß DIN 18299 (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV),
Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art)
Soweit in der Leistungsbeschreibung auf Technische Spezifikationen (z. B. nationale Normen, mit denen
europäische Normen umgesetzt werden, Europäische technische Zulassungen, gemeinsame technische
Spezifikationen, Internationale Normen) Bezug genommen wird, werden auch ohne den ausdrücklichen
Zusatz 'oder gleichwertig' immer gleichwertige Technische Spezifikationen in Bezug genommen.
I.9 Anlagen
Kein Zusatz.
Für das Projekt wird eine anwendungsneutrale
Kommunikationskabelanlage in Gebäuden für eine
dienstunabhängige, universell einsetzbare Verkabelung zur
Unterstützung von informations- und
kommunikationstechnischen Netzanwendung gefordert.
Die technischen Vorgaben entnehmen Sie der DIN EN 50173
und die Installationsplanung sowie Installationspraktiken sind in
der DIN EN 50174 beschrieben. In der DIN EN 50310 (VDE
0800-2-310) ist die Anwendung von Maßnahmen für Erdung
und Potentialausgleich in Gebäuden mit Einrichtungen der
Informationstechnik beschrieben. Bei der Lebenserwartung gilt
die DIN EN 50173.
Es ist das Leistungsvermögen der Übertragungsstrecken im
Netzwerk für die Anforderungen der Netzanwendung nach 10
GBASE-T zu errichten. Die Datenkabel für die Netzanwendung
10 GBASE-T müssen die Werte nach DIN EN 50288-10 (VDE
0819-10) und DIN EN 50288-11 (VDE 0819-11) erfüllen. Bei der
Netzanwendung 10 GBASE-T soll eine Kupferdatenleitung mit
dem Aufbau S/FTP oder besser zum Einsatz kommen. Sie soll
auch für die Übertragungsleistung nach IEEE802.3at:PoE+
geeignet sein.
Die Anschlusskomponenten einer geschirmten Verkabelung (für
Verbindungstechnik: DIN EN 60603-7-41 (VDE 0687-603-7-41),
DIN EN 60603-7-51 (VDE 0687-603-7-51)) für die
Netzanwendung 10 GBASE-T (Kupfer-Verkabelung) müssen
mindestens folgende Parameter einhalten: Für die
Geräteanschlussdose wird vorgeschrieben: Es ist der
Permanent Link Kategorie 6 Index A tiefgestellt nachzuweisen.
Sie sollen geeignet für PoE+ gemäß IEEE 802.3at sein und eine
Anschlussmöglichkeit für die Funktionserdung haben. Die
Anwendung von Maßnahmen zur Erdung und
Potentialausgleich sind in der DIN EN 50310 (VDE 0800-2-310)
beschrieben. Kabelschirm darf nicht als Zugentlastung
verwendet werden wie in DIN EN 50174-2 beschrieben.
Für 19 Zoll Patch Panel Kategorie 6 Index A tiefgestellt, wird
vorgeschrieben: Es ist der Permanent Link Klasse E Index A
tiefgestellt nachzuweisen. Sie sollen geeignet für PoE+ gemäß
IEEE 802.3at sein und eine Anschlussmöglichkeit für die
Funktionserdung haben. Die Anwendung von Maßnahmen zur
Erdung und Potentialausgleich sind in der DIN EN 50310 (VDE
0800-2-310) beschrieben. Die Installationsplanung und
Praktiken in Gebäuden nach DIN EN 50173-2 sind bezüglich
des Schirmanschlusses bei Verwendung von geschirmten
Verkabelungssystemen zu berücksichtigen. Kabelschirm darf
nicht als Zugentlastung verwendet werden wie in DIN EN
50174-2 beschrieben.
Der/die Geräteanschluss/Rangierschnur muss von einem Messlabor getestet sein und den Bewertungsstandard nach DIN
EN 50173 erfüllen. Es müssen auch die Vorgaben DIN EN
61935-2 (VDE 0819-935-2) erfüllt werden. Sie sollen geeignet
für PoE+ gemäß IEEE 802.3at sein. Es ist eine mechanisch
störungsunanfällige Konstruktion für die RJ45 Buchse
einzusetzen. Dadurch wird ein Netzausfall durch Einsatz und
Verwendung von RJ11/12 Stecker verhindert.
Die in der DIN EN 50174 vorgegebenen Maßnahmen zur
Überprüfung der fest installierten Verkabelungsstrecke sind
einzuhalten. Das Prüfen einer Glasfaserinstallationsverkabelung
ist DIN EN 50346 beschrieben.
Vorbemerkungen für die Errichtung eines Kupferdatennetzes Klasse EA
Um die Voraussetzungen zur Erlangung der Herstellergarantie zu erfüllen, muss die Verkabelung durch
einen geschulten und zertifizierten Installateur erfolgen. Dieser hat den Nachweis einer gültigen Zertifizierung
dem Angebot beizulegen.
Die Garantie ist nach Fertigstellung des Projektes beim Hersteller zu beantragen. Die Messwerte der
Linkmessungen sind zur Überprüfung vorzulegen und es ist die Abnahme der Verkabelung zu erwirken.
Anforderung und Zertifikate
Für das Kupfer-Verkabelungssystem sind mit dem Angebot folgende Zertifikate von akkreditierten Prüflabors
vorzulegen, über die Einhaltung:
- der Kategorie 6A Einzelproduktanforderung nach der ISO/IEC 11801 Ed.2.2:2011-06 und re embedded
nach IEC 60603-7-51 und IEC 60512-27-100
- der Grenzwerte der Übertragungsklasse EA für die gesamte Übertragungsstrecke (4 Connector Model),
Channel-Link nach ISO/IEC 11801 Ed.2.2:2011-06.
- des PVP Standards, Teilnahme an der dauerhaften Qualitätskontrolle des "GHMT Premium Verification
Program".
Das Verkabelungssystem muss vorbereitet sein für die Aufnahme von:
- Visueller Farbmarkierung mit integriertem Staubschutz von Dose, Rangierfeld und Rangierkabel
- Mechanischer Codierung von Dose, Rangierfeld und Rangierkabel
- Mechanischem Aus- und Einsteckschutz von Dose und Rangierfeld (entriegelbar nur mit Spezialschlüssel)
- Staub- und Feuchtigkeitsschutz bis IP54 von Dose
Normen
Die Produktanforderungen und Messungen basieren auf den Spezifikationen der Normen:
ISO/IEC 11801 Ed.2.2:2011-06.
DIN EN 50173 1:2011 und DIN EN 50173 2:2011, DIN-EN 50173-3:2011, DIN-EN 50173-4:2011, DIN-EN
50173-5:2011, IEC 60603-7-51
Kalibrierung von Messgeräten
Die fristgemäße Kalibrierung des Messgerätes ist entsprechend Herstellerbestimmungen nachzuweisen. Die
Messungen der Kabelstrecken mit den vorgegebenen NVP-Werten ist nicht genau genug. Es sind deshalb
exakte Referenzlängen für die Kalibrierung der Messgeräte vorzustellen. Auf dieser Grundlage wird der neue
mittlere NVP festgelegt und als Standard definiert. Die Abweichung der Fertigungstoleranzen wird zu
Gunsten der Installationsfirmen ausgelegt.
Klasse EA Messung der Twisted Pair Kupferverkabelung
Klasse EA Permanentlinkmessung der Kupferverkabelung nach der ISO/IEC 11801 Ed.2.2:2011-06.
Messung und Auswertung aller in der Norm beschriebenen Parameter und Dokumentation in Schriftform und
auf Datenträger.
Anforderungsprofil für Kupferkabel-Messtechnik
Zur Überprüfung bzw. Zertifizierung von dienstneutralen, strukturierten Verkabelungen ist ein Messgerät
einzusetzen, das folgende technische Eigenschaften aufweist.
Eigenschaften:
- Level IV - Genauigkeit gefordert.
- ISO/IEC 11801 Ed.2.2:2011-06 bis 500 MHz
- Messung gemäß Grenzwerten nach DIN EN 50173 1:2011 und DIN EN 50173 2:2011, DIN-EN 50173-
3:2011, DIN-EN 50173-4:2011, DIN-EN 50173-5:2011 bis 500 MHz
Messbereich:
Frequenzbereich: 1-500 MHz
geforderte Messparameter:
- V erdrahtungsplan
- W iderstand
- L änge
- K apazität
- D ämpfung
- DUAL NEXT TM ( Nahnebensprechen von beiden Seiten)
- ACR-N
- Impedanz ( 85 - 115 Ohm)
- Laufzeit / Laufzeitdifferenz
- Dual Return Loss ( Rückflussdämpfung von beiden Seiten)
- P ower Sum NEXT
- P ower Sum ACR
- ACR-F (gleichpegliges Übersprechen am fernen Ende)
- Power Sum ACR-F
- Headroom (Systemreserve)
II Anlagenbeschreibung
Die nachfolgend beschriebenen Arbeiten sind innerhalb des PVI-Zeitraumes im Juli 2016 zu realisieren.
Der PVI-Zeitraum startet am 09.07.2016 und ist geplant bis zum 29.07.2016.
Nach Abschluss des PVI sind die Bestands-Ports sowie die neuen Cat7a-IT-Ports durch den Nutzer
betreibbar. Abschaltungen an den 19"-Schränke sind nach dem PVI nicht mehr möglich.
Dieses Leistungsverzeichnis beinhaltet das Umsetzen von Cat5 Verkabelungen aus dem Raum R2.07 in
den Raum R2.06 sowie das Verlegen neuer Cat7a-Verkabelung aus dem Raum R2.06 in den Doppelboden
des Reinraumes. Folgende Arbeiten sind mindestens auszuführen:
IT - Verkabelung Reinraum IST - Stand
Die IT-Erschließung erfolgt zurzeit aus einem IT-Schrank, im Raum R2.07, und einem IT-Schrank, welcher
auf Lichtgitterrosten in der Reinraumebene im Rückströmbereich aufgestellt ist, mittels Cat5-Cu-Kabeln und
dem Einblas-Faser-System BlowLite von Brand-Rex.
Die Installationen enden im Doppelbodenbereich unterhalb des Reinraumes. Zum jetzigen Zeitpunkt sind
sämtliche IT-Ports in Verwendung bzw. befinden sich in Bereichen, in welchem diese nicht nutzbar sind.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind sämtliche LWL-Anschlüsse nicht in Verwendung. Die Telefonie erfolgt mittels
DECT.
IT - Verkabelung Reinraum Aufgabenstellung
Im Raum R2.06 werden zwei neue 19" IT-Schränke aufgebaut. Diese IT-Schränke werden durch das IHP
beigestellt und werden vor Beginn der Baumaßnahme fertig aufgestellt. Die neuen 19"-IT-Schränke sowie
deren Ausbau sind nicht Inhalt und Umfang dieser Ausschreibung. Die Demontage der 19"-Schränke sind
nicht Inhalt und Umfang dieser Ausschreibung.
Die Kabeleinführung in die 19" Schränke erfolgt von unten über die Sockel der 19"-Schränke. Zwischen
beiden 19"-Schränken wird eine Steigeleiter errichtet, welche so ausgeführt ist, dass diese beidseitig
bestückbar ist (keine 2 Steigetrassen!).
Bestehende Cat 5 Installation
Die bestehende Cat5 Verkabelung und die bestehenden Cat5 Patchfelder ziehen vom derzeitigen Standort
R2.07 zum Standort des neuen IT-Schrankes R2.06 um.
Die vorhandene Cat5-Verkabelung innerhalb des Reinraumes bleibt erhalten. Die IT-Hardware aus den 19"-
Schränken für die Cat5-Installation wird vom Bestands-IT-Schrank im Raum R2.07 in den neuen IT-schrank
im Raum R2.06 umgesetzt und neu eingebaut. Die IT-Hardware (RJ45-Datendosen) im Doppelboden der
Ebene 12 (Reinraum) bleibt erhalten. Im Rahmen dieser Ausschreibung erfolgt nach dem Umschwenken
eine erneute Messung mit Erstellung von Meßprotokollen sowie eine Umbeschriftung der RJ45 Datendosen
im Doppelboden der Ebene 12 (Reinraum)
Es wird der Bestands-IT-Schrank, welcher auf Lichtgitterrosten in der Reinraumebene im Rückströmbereich
steht komplett aufgelöst und die IT-Ports werden in den neuen IT-Schrank R2.06 als Cat7-Installation
komplett neu aufgelegt.
Das Umziehen (Demontage, Kabelrückzug, Remontage auf Panel, Messprotokolle) erfolgt im Zeitraum des
PVI.
Bestehende LWL Installation von R 2.07 zu Reinraum
Es werden sämtliche LWL-Kabel und LWL-Vorrüstungen (Leerrohre), Fabrikat: Einblas-Faser-System
BlowLite von Brand-Rex.) , welche zum Reinraum gehen, demontiert, zurückgezogen. und entsorgt . Die frei
werdenden Frontplatten im Doppelboden der Ebene 12 (Reinraum) werden durch Blindabdeckungen
verschlossen.
Neuinstallation mit Cat 7 a
Die noch zusätzlich benötigten IT-Ports im Reinraum werden mit Cat7a-Kabel ergänzt. Die neue ITHardware
wird mit Cat6A-Komponenten ausgeführt (Dosen, Patchfelder). Die Cat7 -Verkabelung ist
generell für Power over Ethernet (PoE+) auszulegen. Perspektivisch erfolgen über die Cat7a-Verkabelung
Stromversorgungen bis 60W. Es sind Cat7a-Kabel mit dem Mindest-Querschnitt AWG22 vorzusehen.
Die Cat7a Verkabelung ist vorzusehen für mindesten:
- ca. 10 WLAN-AccessPoints
- ca. 16 Stk Anschlusspunkte mit je 16 IT-Ports
Neuinstallation mit Cat 7 a für WLAN AccessPoints
Die Cat7-Verkabelung zu den WLAN AccessPoints erfolgt über das Plenum (Ebene 13). Die
Kabeldurchführung erfolgt an der Decke. Vor Installation ist gemeinsam mit dem IHP und der
Objektüberwachung zu prüfen, ob vorhandene Bohrungen (Sprinkler, BMA) genutzt werden können.
Die RJ45 Anschlussdose sind vorzugsweise an der Decke zu montieren. Der WLAN-AccessPoint wird an
der Wand montiert. Der WLAN AccessPoint ist nicht Inhalt und Umfang dieser Ausschreibung. Die
Verbindung zwischen beiden erfolgt mittels Patchkabel.
Die Kabelführung in Ebene 13 (Plenum) erfolgt auf Kabeltrassen. Es ist eine Kabelrinne von Nord nach Süd
im Plenum vorgesehen.
Neuinstallation mit Cat 7 a zu den Anschluss - Boxen
Die Cat7-Verkabelung zu den Anschlusspunkten (Anschluss-Boxen) erfolgt über die Ebene11
(CleanSubFab). Die Anschluss-Boxen befinden sich im Doppelbodenbereich unter der Ebene 12
(Reinraum).
Die Kabelführung erfolgt in der Ebene 11 (CleanSubFab). Da die Kabeltrassen in diesem Bereich allgemein
gefüllt sind und mit Starkstromkabel belegt sind, sind zusätzliche Kabeltrassen vorgesehen. Eine
Haupttrasse von Nord nach Süd und kleine Rinnen von der Haupttrasse in Ost-West-Richtung zu den
Bereichen der Anschluss-Boxen.
Zurzeit sind die Anschlusspunkte im Doppelboden als Geräteeinbaukanal ausgeführt. Diese
Anschlusspunkte sind an den Stützen des Doppelbodens montiert. Demontierte LWL-Gerätedosen in den
Anschlusspunkten sind mit Blinddeckel zu versehen.
Die neuen Anschlusspunkte sind mit Anschluss-Boxen vorgesehen. In jede Anschluss-Box sind bis zu 8
RJ45 Doppeldatendosen integrierbar. Die Zuführung zu den Anschluss-Boxen erfolgt mittels flexiblen
Leerrohr. In jedes Leerrohr sind maximal 8 Cat7a - Kabel zu führen. Die Leerrohre beginnen auf der
Kabeltrasse in Ebene 11 und werden in die Ebene 12 in den Doppelboden geführt und dort fest mit der
Anschluss-Box verbunden. Die Kabel- und Leerrohrlänge ist so auszuführen, dass die Anschluss-Box um
ca. 2m von der geplanten Stelle versetzbar ist. Die Anschluss-Box wird auf den Rohfußboden der Ebene 12
gestellt. Es erfolgt keine starre / feste Aufstellung. Die Cat7a-Kabel sind innerhalb der Anschluss-Box mit
einer Kabelzughalterung / -entlastung zu fixieren.
Elektroinstallationen
durch diese Ausschreibung jeweils 2 PDU's (Stromversorgungseinheiten). Jede PDU erhält eine
Einspeisung mit 400V/32A aus einer vorgelagerten Unterverteilung.
Jeder 19" Schrank erhält eine Einspeisung:
PDU1 aus USV3.1 (NSHV-Raum)
PDU2 aus USV3.2 (USV-Raum)
Die PDU's sind 400V-PDU's mit Absicherungen je Phase mit 16A/230V. Jede Phase erhält 2 Stk
Steckdosen 230V
Im Rahmen dieses Bauvorhabens werden
- An der USV3.1 im NSHV-Raum werden zwei D02- Sicherungslasttrennschalter 400V nachgerüstet. Es
erfolgt die Verdrahtung innerhalb der Unterverteilung. Das Auflegen der Kabelanbindung mittels 5x6mm²-
Kabel an die PDU's im Raum R2.06 sowie das Einpflegen der Sicherungsabgänge und die Überarbeitung
der Dokumentation für diese Unterverteilung.
- An der USV3.2 im USV-Raum sind zwei NH-Sicherungsleisten vorhanden. Diese beiden NH-Leisten
werden mit NH-Sicherungen bestückt. Es erfolgt die Verdrahtung innerhalb der Unterverteilung. Das
Auflegen der Kabelanbindung mittels 5x6mm²-Kabel an die PDU's im Raum R2.06 sowie das Einpflegen
der Sicherungsabgänge und die Überarbeitung der Dokumentation für diese Unterverteilung.
Brandschotts
Für den Kabelzug der neuen Cat7a-Verkablung sowie für die Elt-Anbindungen an die 19"-Schränke müssen
vorhandene Brandschotts geöffnet und anschließend wieder fachlich korrekt und mit Nachweis
verschlossen werden.
III Schnittstellen
Schnittstelle 19 "- Schrank R 2.06
Durch das IHP werden zwei 19"-Schränke im Raum R2.06 aufgestellt und mit Türen, Wänden, 19"-Rack
und Dachlüfter ausgerüstet. Die 19"-Schränke sind so aufgebaut, dass durch das Gewerk IT der Einbau
der 19"-RJ45 Panels sowie der PDU's erfolgen kann.
Schnittstelle LWL - Anbindung 19 "- Schrank zu IT - Hauptverteiler
Durch das IHP erfolgt die Demontage der LWL-Anbindungen (LWL-Kabel und LWL-Patchpanel) aus dem
IT-Hauptverteiler im Raum R2.07 in Eigenregie.
Durch das IHP erfolgt die Montage der LWL-Patchpanel im IT-Schrank im Raum R2.06 in Eigenregie.
Durch das IHP erfolgt der LWL-Kabelrückzug vom IT-Schrank im Raum R2.07 zum IT-Schrank im Raum
R2.06 in Eigenregie.
Durch das IHP erfolgt das Auflegen, das Messen der LWL-Kabel aus dem IT-Hauptverteiler auf den 19"-
Schrank im Raum R2.06 sowie das Erstellen der LWL-Messprotokolle.
Das LWL-Patchen vom LWL-Patchfeld zum Switch erfolgt durch das IHP in Eigenregie.
Schnittstelle Elt - Einspeisung USV 3.1 im NSHV - Raum
Die Schnittstelle ist die vorhandene USV3.1 und die vorhandene Platzreserve innerhalb dieser USV. Das
Gewerk IT montiert innerhalb dieser USV den D02 Sicherungslasttrennschalter ein und verdrahtet dieser
bis auf die Kabelabgangsklemme. Das Gewerk IT überarbeitet die Dokumentation. Gemeinsam mit einem
Vertreter des IHP wird die Installation des Gewerkes IT überprüft. Im Beisein des Vertreters des IHP
schaltet das Gewerk IT den Sicherungslasttrennschalter zu.
Auf die Abgangsklemme der USV3.1 legt das Gewerk IT die Elektrozuleitung der PDU's auf.
Schnittstelle Elt - Einspeisung USV 3.2 im USV - Raum
Die Schnittstelle ist die vorhandene USV3.2 und die vorhandenen NH-Sicherungsleisten innerhalb dieser
USV. Das Gewerk IT montiert die NH-Sicherungen in die NH-Sicherungstrennleisten und verdrahtet diese
bis auf die Kabelabgangsklemme. Das Gewerk IT überarbeitet die Dokumentation. Gemeinsam mit einem
Vertreter des IHP wird die Installation des Gewerkes IT überprüft. Im Beisein des Vertreters des IHP
schaltet das Gewerk IT die NH-Sicherungslasttrenner zu.
Auf die Abgangsklemme der USV3.2 legt das Gewerk IT die Elektrozuleitung der PDU's auf.
Schnittstelle Access - Points zu Gewerk IT
Die Schnittstelle sind die RJ45 Datendosen des Gewerkes IT. Das Gewerk IT montiert die RJ45
Datendosen an der Reinraumdecke. Der Nutzer liefert die AccessPoints und montiert diese. Die
AccessPoints verwendet PoE. Das Gewerk IT patcht die AccessPoints zu den RJ45 Datendosen.
Gemeinsam prüfen der Nutzer und das Gewerk IT die Installation. Gemeinsam führen der Nutzer und das
Gewerk IT einen Funktionstest durch.
 

Leistungsort

Hauptleistungsort

IHP GmbH - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik
Im Technologiepark 25
15236
Frankfurt (Oder)
 
 

Adresse der zur Angebotsabgabe auffordernden Stelle

IHP GmbH - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik
Im Technologiepark 25
15236
Frankfurt (Oder)
Deutschland
DE138996546
Beschaffung
 
+49 335-5625-359
+49 335-5625-25359
31.05.2016